Ute Sonntag, Stephanie Schluck, Claudia Hildebrand, Waltraud Sawczak, Regula Neck
Inspirationen für Gesundheit: Vier Netzwerke und mehrere Hochschulen unterzeichnen die Okanagan-Charta
Wie können wir uns gemeinsam in unseren Bemühungen und Arbeiten für eine gesunde, nachhaltige Arbeits-, Wissenschafts- und Ausbildungswelt unterstützen und neue inspirierende Visionen entwickeln, Netzwerke initiieren sowie die Zusammenarbeit gelingend gestalten? Was benötigen wir dazu von- und miteinander? Diesen Fragen nachgegangen ist die erste 3-Länder-Tagung der Netzwerke Gesundheitsfördernde Hochschulen aus den D_A_CH-Ländern, die vom 2. bis 4. Juli 2018 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit rund 130 Expert*innen stattfand.
In vielfältigen Formaten wie Poster-Walk, Speed-Dating mit Referierenden und Expert*innen, Themenblöcken, hochkarätigen Plenumsvorträgen und einer interaktiven Session zur Entwicklung von Visionen wurden neue Projekte, Trends und Themen der Zukunft vorgestellt – einsehbar unter https://conference.aau.at/event/148/overview.
Im Rahmen der Tagung mit dem Titel „visions: Inspirationen für Gesundheit in Gegenwart und Zukunft. Gesundheitsfördernde Hochschule I Gesundheitsfördernder Betrieb“ wurde die auf einer internationalen Tagung zu healthy universities und colleges in Kanada entwickelte Okanagan-Charta für den deutschsprachigen Raum erstmals offiziell vorgestellt. Feierlich wurde sie direkt vor Ort von folgenden Einrichtungen unterzeichnet: Bundesweiter Arbeitskreis Gesundheitsfördernde Hochschulen Deutschland, Gesundheitsfördernde Hochschulen Südwest Deutschland, Netzwerk Gesundheitsfördernde Hochschulen Schweiz, Netzwerk Gesundheitsfördernde Hochschulen Österreich, Universität für Bodenkultur Wien, Technische Universität Graz, Universität Bayreuth, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.
Eine gemeinsame Vision
Die Charta möchte Aktionen, Forschung und Dialog im Bereich der Gesundheitsförderung an Universitäten und Hochschulen voranbringen und internationale, branchenübergreifende Maßnahmen für die Integration von Health in All Policies mobilisieren. Zwei Aufrufe zum Handeln für Hochschulen gehen mit der Charta einher: Gesundheit soll in allen Aspekten der Hochschulkultur, in sämtliche Verwaltungs-, Betriebs- und akademischen Aufträge eingebettet werden. Außerdem sollen vermehrt Maßnahmen und die Zusammenarbeit in der Gesundheitsförderung auf lokaler und globaler Ebene gelenkt werden. Die Charta formuliert zudem die Vision, Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit zu verknüpfen.
Hochschulen haben auch weiterhin die Möglichkeit, die Okanagan-Charta zu unterzeichnen. Damit bekommt die Umsetzung von Gesundheitsförderung in Hochschulen einen zusätzlichen hochwertigen Rahmen. Bei der Okanagan-Charta handelt es sich um die neueste internationale Erklärung für den Bereich der Hochschulen zu Gesundheitsförderung und die drei Netzwerke haben für eine professionelle Übersetzung gesorgt. Die Platzierung auf dieser Tagung erhöht den Bekanntheitsgrad der Charta enorm.
Die Hochschulen werden mit der Umsetzung der Okanagan-Charta nicht allein gelassen. Im nächsten Jahr sind im Drei-Länder-Eck Seminare vorgesehen, in denen sich die unterzeichnenden Hochschulen über Schritte und Themen der Umsetzung austauschen und an Beispielen guter Praxis voneinander lernen können.
Literatur bei den Verfasser*innen
Anschrift siehe Impressum